CSI #6.23 „Auf Leben und Tod (1)“

2007
10.08

Ja das große Finale einer eher mäßigen Staffel. Mag hart klingen aber viel ist nicht passiert im sechsten Jahr von CSI. Zumindest nichts was einen nachhaltig vom Sessel gerissen hätte. Bleibt zu hoffen, dass wenigstens das Finale überzeugen kann.

Die erste Szene verspricht gleich einiges. Im Lucky Dragon Casino kommt es erst zu einer Schießerei und schließlich zu einer Geiselnahme. Brass und eine Spezialeinheit sind sofort vor Ort und als Brass erfährt, dass der Unterhändler erst in einer Stunde ankommen soll, beschließt er selber mit dem Geiselnehmer zu reden.

Hier gibt es einen Rückblick auf die 15 Stunden, die schließlich zu den Ereignissen im Casino geführt haben. Grissom und sein Team werden zu einer weiblichen Leiche gerufen, die, so wird vermutet bei einem Ehekrach ums Leben kam. Hier zeigt sich schon gleich zu Beginn welches Motiv diese Folge 42 Minuten lang durchzieht: Verrat, Betrug und Misstrauen. Beim Versuch den Ehemann der Toten zu informieren fährt Catherine zu seinem Arbeitsplatz. Dort stößt sie auf zwei tote Mitarbeiter und einen scheinbar völlig verängstigten Ehemann, der sich unter dem Tisch versteckt hat. Mit Hilfe von Doc. Robbins findet Sara heraus, dass die Verletzung des Ehemannes nicht, wie er behauptet hatte, von einem Streifschuss stammen kann. Er kann sie sich nur selbst zugefügt haben. Leider treffen die Beweise dafür zu spät bei Brass ein, der den Ehemann aus Mangel an Beweisen bereits freigelassen hatte. Die Spur führt ins Lucky Dragon Casino, wo der Verdächtige schließlich einen Wachmann erschießt und eine Geisel nimmt. Als Brass mit ihm verhandelt kommt es zu einem Schusswechsel. Der Verdächtige wird erschossen, trifft aber vorher Brass zweimal in die Brust.

Ein durchaus interessanter Fall und natürlich ein Cliffhanger, der einen zwangsweise dazu nötigt den zweiten Teil des Finales auch noch anzusehen, da nicht aufgeklärt wird, ob Brass seine Schussverletzung überlebt.

Das klare Motiv der Folge ist Betrug und Misstrauen. Wunderbar vorgetragen im Fall an sich. Sowohl die Ehefrau als auch ihr Mann haben sich gegenseitig betrogen. Sie hatte eine Affäre mit dem 20 Jahre jüngeren Nachbarssohn, er hatte sich eine Prostituierte bestellt. Und auch im CSI Team wird diese Thematik umgesetzt. Warrick zieht voreilige Schritte, als er seine Frau mit einem anderen Mann im Casino sieht. Es kommt zum Streit, indem klar wird, dass Tina nur Warricks Geburtstag in dem Casino geplant hatte.

Eine solide Folge, mit einem soliden Fall, deren einziger echter Höhepunkt der Cliffhanger um Brass ist. Daher 7 von 10 Punkten. 

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