Hej Folks!
Und gleich vorneweg, das ist kein abgefahrener Film, den ich mir neulich angsehen habe, sondern meine Idee für ein Leben ohne Studienabschluss! Langsam aber sicher neigt sich das Semester dem Ende entgegen und meine Ersparnisse für meine Studiengebühren auch! Ihr denkt, blöde Kombi? Aber hallo
Und viel blöder noch, dass ich ja aktiv befürchte am Ende die Magisterprüfungen nicht bestehen zu können. Noch blöder? Aber hallo
Und deswegen spinnt mein Kopf ganz viele tolle Szenarien, die alle vorraussetzen, dass ich mein Leben in Packsets packe, alles verkaufe und nur mit einer Tasche und Blumen im Haar verschwinde und zwar
a) nach Irland – Schafe hüten!
b) auf ein Kreuzfahrtschiff, wo ich als Tellerwäscher oder Yogalehrerin anheuere (wobei ich ja an sich bei Kreuzfahrtschiffen sehr verwöhnt bin und ich dann auch wirklich nur aufs Traumschiff will, wo sich meine Probleme dann nämlich auch in Null komma Nix erledigt hätten!)…oder aber (mein heimlicher Favorit)
c) ich ziehe in eine Hippie – Kommune, bringe mir autodidaktisch das Gitarrespielen bei und singe den ganzen Tag Friedenshymnen
Das ganze würde dann ungefähr so aussehen:
Denn um Friendenshymnen zu singen brauche ich weder einen Studienabschluss noch Geld! Also vielleicht DIE Lösung für mich. Mein kleiner Hippie ist auch schon janz uffjerescht!
Nun ja, falls ihr also irgendwann einfach nichts mehr von mir hört, habe ich mein Leben wirklich in Kisten verpackt und verkauft und sitze irgendwo mit Blumen im Haar und singe ein Lied von einer besseren Welt!
In diesem Sinne, peace, love and happiness,
Hippie – Sid
Are you me?
Bei a) muss ich leider widersprechen. Das ist meine Zukunftsplanung.
(Obwohl ich wohl eher Wales nehmen würde, weil es da eh schon mehr Schafe als Menschen gibt.
)
Aber ansonsten kann ich dich komplett verstehen. Ich sehe meinen Abschluss auch noch nicht näher rücken, obwohl ich eigentlich nächstes Jahr fertig werden könnte. Bei mir ist es weniger der finanzelle Aspekt, als einfach die Angst davor (wie wohl bei dir auch), den Anforderungen nicht mehr stand zu halten. Ich kann mir zwar vorstellen, eine Magisterarbeit zu schreiben, aber die dazugehörigen Prüfungen? Gott, bewahre mich. Ich sehe es noch nicht, wie ich die zahlreichen mündlichen Prüfungen tatsächlich überstehen werde.
Aber die Idee mit der Hippiekommune ist doch schon mal nicht schlecht. Obwohl ich es doof finden würde, wenn du nichts mehr schreiben würdest.
Kriegen wir wenigstens Postkarten?
Hm, nimmst du mich mit? Mir ist das Leben zu groß und gefährlich und ungeheuer.
@Ani: Ich finde ja auch die Hippie Idee besser, also sollten wir bei a) in keine größeren Konflikte kommen
Ich bin halt leider so gut wie scheinfrei, einer fehlt noch, da habe ich die Hausarbeit noch nicht zurück – und demnach MUSS ich auch wirklich bald fertig werden – Studiengebühren sind auch nur bedingt eine Hilfe…naja…ja in einer guten Hippiekommune wird es wohl keinen Internetzugang geben…aber vielleicht könnte ich mich ja einmal die Woche in die Zivilisation schleichen und ein Internetcafé aufsuchen
@Claudi: Ihr bekommt selbstbebatikte Karten
aber hallo! Mit Friedensgedichten
und klar, wir könnten dann auch einfach unsere eigene Kommune aufmachen!
Da beneide ich dich schon fast. Ich hab noch *nachrechne* 4 Scheine und 2 mündliche Prüfungen ausstehen. Und dazu kommen dann noch die Abschlussprüfungen. Angst. Pure Angst. Ja gut, und Studiengebühren hab ich ja noch nicht. Aber die knapp 200 Euro Semesterbeitrag kann man natürlich irgendwann auch mal besser anlegen.
… aber vielleicht könnte ich mich ja einmal die Woche in die Zivilisation schleichen und ein Internetcafé aufsuchen
Hui, das klingt schon viel besser.
Glaub mir, da gibt es gar nix zu beneiden, weil sich dann in einem so ein Druckgefühl aubaut, dass man ja fertig sein müsste und könnte und es nicht ist…da ist es besser sagen zu können: Ach ich muss noch 3 Scheine machen…
Naja…ich zahle fieserweise auch noch knapp 260€ Semesterbeitrag, was auch schon unfasslich viel ist…ach das liebe Geld…wo ist nochmal die Hippiekommune
Ich glaube, beide Situationen sind nicht gerade erbauend. (Ich sitze halt da und denke mir: In einem Jahr müsstest du eigentlich fertig sein. Mit so vielen offenen Scheinen schaffe ich das, realistisch gesehen, nicht.)
Bei uns ist es jetzt Gott sei Dank wieder weniger geworden, weil der ominöse Verwaltungskostenbeitrag herausgefallen ist. Aber wenn ich überlege, dass da dann noch Studiengebühren draufkämen… plus dann irgendwann mal das, was der Staat von mir zwecks Bafög zurückhaben will… Das Studium ist finanziell gesehen ‘ne Nullnummer.
Ich glaube, beide Situationen sind nicht gerade erbauend.
Das bringt es doch mal wirklich auf den Punkt!
Ja ich bekomme ja zu allem Überfluss kein Bafög :/ Macht die Sache nicht besser sondern schlechter und derzeit habe ich eine akute Phase in der ich mich furchtbar schlecht fühle, weil ich für meine Ma so teuer bin :/
Also, ich sehe die Sache mit dem Bafög nicht so tragisch: konzeptionell ist es zwar ziemlich unschön, mit dem Abschlußzeugnis erstmal einen dicken Batzen Schulden zu haben; aber praktisch ist das recht “benutzerfreundlich” geregelt: man hat ja fünf Jahre Ruhe, und danach geht es dann mit 105€ im Monat los — was einen auch nicht unbedingt umhaut.
Ich glaube das Problem ist eher mental: Einfach zu wissen, dass man da diesen riesigen Batzen Schulden hat, zieht einen schon runter…