Hawthorne #1.03 „Shakespeares Traum“

Feb 02

Langsam aber sicher nimmt diese Krankenhausserie Fahrt auf und kommt in der dritten Folge mit einer (fast) perfekten Folge, die uns dazu noch einen alten Bekannten zurück auf den Bildschirm bringt.

Christina hat es mit dem Fall einer nur noch von Geräten am Leben gehaltenen Patientin zu tun, deren Sohn Eddie es einfach nicht schafft sich von ihr zu verabschieden. Christina sichert ihm, obwohl sie das freie Bett für eine andere Patientin bräuchte weitere 24 Stunden zu, in denen er sich auf den Tod der Mutter vorbereiten kann. Als jedoch Eddies Schwester unverhofft auftaucht und von Christina und Tom verlangt ihre Mutter sofort von ihren Qualen zu erlösen, scheint es, dass Christina ihr Versprechen nicht halten kann. Eine wirklich gelungene Geschichte, die vor allem am Ende noch mal mächtig auftrumpfen kann. Camille, die von ihrer Mutter dazu verdonnert wurde im Krankenhaus für ihren Englischkurs zu lernen, zeigt Christina am Ende ein Video, welches sie über Shakespeare im Krankenhaus gedreht hat und es zeigt Christina, dass sich Eddie sehr wohl von seiner Mutter verabschiedet hat, auch wenn Christina nicht dabei war. Das hat mir gefallen, eine sehr schöne Schlussszene, die auch mal wieder das Mutter-Tochter Verhältnis von Christina und Camille in den Vordergrund rückt. Auch der von mir in den vorherigen Reviews so gescholtene Dr. Wakefield bekommt mehr Profil und die Freundschaft zwischen im und Christina zeigt langsam ihr Potential. Auch dafür einen fetten Daumen hoch. In Christinas Fall kam auch besagter alter Bekannter vor: James Morrison, besser bekannt als Bill Buchanan aus „24“ gab als Chef von Tom ein kleines Gastspiel, was mir nach seinem gemeinen “24″ Serientod doch ein kleines Lächeln ins Gesicht gezaubert hat.

Auch der zweite Fall war extrem gut und handelte von Kelly, die ein Baby behandelt, in dessen Körper giftige Substanzen gefunden wurden. Bobby vermutet gleich das schlimmste und lässt den Sozialdienst kommen, um der Mutter auf den Zahn zu fühlen, während Kelly fest daran glaubt, dass sie unschuldig ist. Extrem spannend die zwei unterschiedlichen Charaktere von Bobby und Kelly gegenüber zu stellen. Bobby, die schon sieben Jahre in der Notaufnahme hinter sich hat und deswegen immer das schlimmste vermutet und Neuschwester Kelly, die sich einen großen Teil an Fürsorglichkeit und Vertrauen noch bewahrt hat. Spannende Konstellation, die man gerne noch öfter zeigen kann.

Einziger kleiner Punktabzug für die partout nicht anlaufende Lovestory zwischen Ray und Candy. Ray zeigt uns in dieser Folge mal wieder, dass er ein wirklich guter Kerl ist, während Candy hingegen ein wirklich blasser und vor allem blonder Charakter ist, die ganz genau um Rays Gefühle für sie weiß und das ganz geschickt für sich nutzt. Mit dieser Geschichte muss faktisch etwas passieren, denn sonst driftet sie langsam aber sicher ins Lächerliche. Aber gut, geben wir dem ganzen etwas Zeit zu Entfaltung.

Ja, gut war’s! Folge #1.03 war bisher die stärkste und kann bis auf die unnötige Story zwischen Ray und Candy auf voller Linie überzeugen. Auf das es so weitergeht gibt es hierfür: 8 von 10 Punkten.

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