Wir haben es praktisch erneut mit einer etwas schwächeren Folge zu tun, was so kurz vor dm Staffelfinale doch etwas schade ist. Aber gut, es bleibt die Hoffnung, dass sich die Serie einfach das Beste bis zum Schluss aufhebt.
„It’s the Walkerthing, you guys all take care of each other…“
Justin und Rebecca scheinen sich immer besser zu verstehen und Rebecca schafft es sogar Justin dazu zu überreden mit ihr auf eine Party zu gehen. Justin hält diese Idee aufgrund seines gerade erst abgeschlossenen Entzuges für nicht sonderlich gut, doch als Rebecca sich nicht abbringen lässt, begleitet er seine Schwester. Rebecca, die Justin bei den Walkers abholt, bekommt durch die ganzen Familienbilder im Haus mal wieder vor Augen geführt, was ihr William und Holly die ganze Zeit vorenthalten haben. Und obwohl sie die Sache sehr cool und lässig nehmen will schafft sie es nicht, was sich spätestens auf der Party zeigt, als sie sich sinnlos betrinkt. Justin möchte sie daraufhin nach hause bringen, was Rebecca nicht zulässt und Justin mit oben zitiertem Satz klarmacht, dass sie keine Walker ist und sich um sie eben nie jemand gekümmert hat. Das diese ganze Geschichte Rebecca so mitnimmt, hätte man anhand der vorhergegangenen Folgen wirklich nicht erahnen können und ich hoffe doch stark, dass das alles noch mal etwas mehr in den Fokus gerät. Auf jeden gefällt mir die Beziehung, die Justin und Rebecca zueinander aufbauen richtig gut, und hoffe davon in Zukunft mehr zu bekommen.
„How was your night…with your pimp?”
Nora lässt sich von ihrer Freundin zu einem Date mit ihrem Schreibkurslehrer überreden und schließlich auch noch von ihr stylen, was in einer mittelschweren Katastrophe endet. Die ganze Geschichte war in jedem Fall sehr lustig gemacht, was bei Nora an sich auch kein größeres Wunder ist, aber alles in allem bremste sie die wesentlich spannenderen Geschichten komplett aus. Da Noras Professor sie zum Abendessen einlädt denke ich doch, dass diese Geschichte noch einmal aufgegriffen wird, dennoch halte ich sie für unnötig.
„I’m falling in love with the saint!”
Ja unser neues Traumpaar hatte sich in der vergangenen Folge heftigst gestritten und bis jetzt nicht wieder versöhnt. Umso passender, dass Kitty in Roberts Heimatstadt Menschen aus seiner Vergangenheit interviewen soll, darunter auch Roberts Highschoolliebe. Kitty, die immer noch sauer auf ihn ist, sucht daraufhin einen dunklen Fleck auf Roberts so makelloser weißen Weste, was ihr natürlich nicht gelingt. Vielmehr findet sie heraus, dass Robert noch heiliger ist, als sie und der Zuschauer bis dahin wusste. Am Ende steht die Versöhnung der beiden und die Erkenntnis, dass Robert wahrscheinlich der heiligste Präsidentschaftskandidat der Welt wäre. Ein bisschen verschenkt hat diese Geschichte faktisch bei Sarah, die Kitty angeboten hatte sie in Roberts Heimatstadt zu begleiten. Ihre Eheprobleme mit Joe wurden jetzt seit Folge #1.15 nicht mehr thematisiert und ich finde man hätte es bei dem gemeinsamen Barbesuch der Schwestern mal wieder zum Thema machen können, wenn nicht sogar müssen.
„You’re an ass Kevin!“
Und traditionell am Schluss kommt mein Lieblingswalker und hier kann an sich nur gesagt werden: Dem Herrn sei dank es ist vorbei! Die Geschichte um Chad hat endlich ihren letzten Sargnagel dadurch bekommen, dass Chad herausfindet, dass Kevin hinter seinem Rücken mit seinem Manager geredet hat, was Chads Coming Out angeht. Es kommt zum Streit zwischen Beiden in dem Kevin Chad vorwirft die ganze Coming Out Geschichte nur dazuzubenutzen um mehr Drama in ihre Beziehung zu bringen. Ein Vorwurf, der wirklich unter die Gürtellinie ging und es war glaube ich das erste und einzige Mal, dass ich Chad verstand, denn dieser macht nach seinem öffentlichen Coming Out endgültig mit Kevin Schluss, auch wenn dieser sich, wie es ja anscheinend sein Muster zu sein scheint, reumütig bei ihm entschuldigt hat. Ja, ich für meinen Teil bin froh, dass es vorbei ist und ich kann Chad sogar verstehen, denn das Verhalten, welches Kevin in ihrer Beziehung an den Tag gelegt hat, war wirklich unfasslich.
Ja, ich fand die Folge wirklich nur Durchschnitt und es wird wirklich Zeit, dass die Staffel wieder an Fahrt aufnimmt. Hierfür gibt es nur 6 von 10 Punkten.