It’s dinner time bei „Brothers & Sisters“, denn nachdem Rebecca sozusagen aus dem Sack ist, versuchen die Walkers mit dieser Situation irgendwie umzugehen und Nora versucht sich an einer Familienzusammenführung.
„I want you and Rebecca to come over to my house for dinner!“
Nora ist der ganzen Situation um Rebecca nicht gewachsen und merkt mehr und mehr wie ihre Familie daran zu zerbrechen droht. Während sie kein Wort mehr mit Sarah redet, meidet Kevin Saul und überhaupt wird versucht die ganze Geschichte möglichst nicht anzusprechen. Das dies nicht funktioniert ist klar und somit ergreift Nora die Initiative und lädt Holly und Rebecca zum Dinner ein. Holly ist von diesem Vorschlag alles andere als begeistert, sie hat wahrscheinlich ihre letzte Dinnereinladung bei den Walkers noch nicht verdaut (#1.03), Rebecca aber ist neugierig auf ihre neue Familie und geht zu dem Dinner, nur um dort auf einen Haufen Wahnsinniger zu stoßen, wie sie selbst sagt. Während Sarah es nicht lassen kann erneut Williams Affäre zum Salat zu reichen, versucht Kevin unauffällig ein Haar von Rebecca zu bekommen, um einen DNA Test zu machen. Das ganze endet damit, dass Rebecca feststellen muss, dass sie einfach nicht zu dieser Familie gehört und es wohl auch nie wird. Das Desaster des Abendessens kann und muss man allerdings beinahe der ganzen Walkersippe zu schreiben, denn nur Nora und Justin waren ernsthaft daran interessiert Rebecca kennen zu lernen, alle anderen wurden von Nora mehr oder minder gedrängt an diesem Essen teilzunehmen. Mir tat Rebecca etwas leid, denn es war sicher auch für sie schwer diese Einladung anzunehmen und dann so aufgenommen zu werden, hat sie nicht verdient, schließlich ist das alles, wie Nora sehr treffend bemerkte, nicht ihre Schuld, sondern schlicht die von William. Den Comedypreis dieser Folge bekommen für mich Tommy, Kevin und Justin für ihren höchst unterhaltenden Dialog über einen DNA Test, der beweisen soll, dass Rebecca wirklich ihre Schwester ist. Und einen Extrapunkt für Justin hierfür: „You want a DNA test right here? She’s hot, I feel nothing!“
„Maybe you’re just looking for a family who’s standing with you at the podium.“
Kitty hat hingegen andere Probleme. Robert will mit ihr und seinen Kindern essen gehen und auch dieses Dinner endet in einer mittelschweren Katastrophe. Während Kitty verzweifelt versucht Roberts Tochter irgendwie davon zu überzeugen, dass sie nicht die böse Schwiegermutter ist, eskaliert die Situation mitten im Restaurant. Ich kann auf der einen Seite Kitty verstehen, die nur versucht das Beste aus dieser Situation zu machen, auf der anderen aber auch Roberts Kinder, die nach der Scheidung der Eltern nichts weniger sehen wollen, als eine neue Frau und dazu noch in einem Restaurant, in dem sie normalerweise nur mit ihrem Vater gehen. Das ganze war etwas ungeschickt aufgezogen von Robert, dennoch fand ich Kittys Kommentar, dass ihr alles zu schnell ginge unnötig. Sie hätte die Chance gehabt nein zu sagen, als Robert sie fragte und ihm dann vorzuwerfen, er suche nur eine Bilderbuchfamilie für seine Kampagne fand ich mehr als unfair. Robert macht daraufhin dicht und scheint erst mal auch nicht an einer Versöhnung mit Kitty interessiert zu sein. Aber ich bin mir sicher, hier ist das letzte Wort noch lange nicht gesprochen!
„I could have had Brothers and Sisters […] but I can’t!“
Der Abend mit den Walkers hat Rebecca vor Augen geführt, was ihr ihre Mutter vorenthalten hat, dadurch, dass sie sie vor den Walkers geheim hielt. Sie hat gesehen was für ein Verhältnis die Geschwister untereinander haben und realisiert, dass sie dazu berechtigt gewesen wäre ein Teil davon zu sein. Holly hingegen scheint Angst zu haben ihre Tochter an die Walkers zu verlieren, dennoch bin ich in dieser Geschichte auf Rebeccas Seite, da ich nach wie vor der Meinung bin, dass sie ein Recht darauf gehabt hätte zu wissen, wer ihr Vater war.
„It’s so hard to tell somebody who isn’t around anymore to go to hell!”
Nora nimmt Abschied von William und macht damit wahrscheinlich das einzig richtige. Seit seinem Tod musste sie mit sehr vielen verschiedenen Lügen ihres Mannes umgehen und das Auftauchen von Rebecca war sicherlich die einsame Krönung des Ganzen. Und so beschließt Nora, wenn sie ihrem Mann schon nicht sagen kann, dass er zum Teufel gehen soll, loszulassen und ihn symbolisch zum Teufel zu jagen, indem sie ihren Ehering ins Meer schmeißt. Ich mag Nora, sie ist, wie ich finde eine unglaublich starke Frau und ich mochte auch die Idee die Folge von Nora und ihrem Schreibkurs einrahmen zu lassen sehr.
„I got scared, that’s all. It’s not about you – it’s me!”
Ich hoffe sehr, dass diese Story mit dieser Episode endlich ein Ende findet. Kevin, der in all den Folgen davor immer darauf herumgepocht hat, dass er endlich seine Beziehung zu Chad öffentlich machen will, bekam dazu in dieser Folge endlich die Chance: Chad wollte ihn als Begleitung für eine Premiere. Und dann bekommt Kevin kalte Füße vor der Tatsache, dass sich Chad für ihn outen könnte und stößt diesen damit natürlich enorm vor den Kopf. Das alles zeigt uns wieder Kevins typisches Beziehungsverhaltensmuster: Erst etwas mächtig versauen und dann einen entschuldigenden Anruf tätigen, den aber Chad einfach nicht annimmt.
Eine gute, wenn auch nicht überragende Folge. Ich hoffe sehr, die Kevin/Chad Geschichte hat hiermit ein Ende gefunden und bin gespannt, wie es mit Kitty und Robert weitergeht. Auch Rebecca und ihre Verhältnis zu den Walkers bzw. zu ihrer Mutter sind mehr als spannende Themen für die letzten Folgen bis zum Staffelfinale. In diesem Sinne bekommt diese Folge erst mal 8 von 10 Punkten.
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